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Double Opt-in vs. Single Opt-in: SOI und DOI im Dating
Double Opt-in oder Single Opt-in? So werden SOI- und DOI-Leads im Dating gezählt und vergütet – plus Betrugsrisiken und Einwilligungsnachweis nach DSGVO.
Double Opt-in oder Single Opt-in: Bei Dating-Leads legt diese Unterscheidung fest, welches Ereignis überhaupt vergütet wird. Der Beitrag richtet sich an Media Buyer, Affiliate-Manager und Publisher, die Dating-Leads einkaufen oder verkaufen. Sie erfahren, wie SOI und DOI gezählt und getrackt werden, wie Sie ihren tatsächlichen Wert pro Klick vergleichen und welches Modell zu Ihrem Traffic passt.
SOI und DOI: Was die Begriffe im Dating bedeuten
Ein SOI-Lead (Single Opt-in) ist eine abgeschlossene Registrierung ohne weitere Bestätigung; ein DOI-Lead ist eine Registrierung, die der Nutzer in einem zweiten Schritt bestätigt hat – meist per Klick auf den Link in einer Bestätigungs-E-Mail.
Was genau zählt, legt jedes Angebot selbst fest:
- SOI wird in der Regel erfasst, sobald das Registrierungsformular abgeschickt ist und ein Konto existiert. Manche Angebote zählen bereits ein Kurzformular mit E-Mail und Passwort, andere erst die vollständige Anmeldung mit Alter, Geschlecht und Suchkriterien.
- DOI wird erfasst, sobald die Bestätigung erfolgt. Üblich ist die Bestätigung per E-Mail; manche Angebote setzen auf SMS- oder Telefonverifizierung oder werten ein vollständig ausgefülltes Profil als DOI.
Weil die Definitionen variieren, sollte jede Vereinbarung schriftlich festhalten, welches Ereignis vergütet wird, wie es validiert wird und wie viel Zeit der Werbetreibende für die Prüfung hat.
SOI vs. DOI im direkten Vergleich
| SOI | DOI | |
|---|---|---|
| Vergütetes Ereignis | Registrierung abgeschickt | Registrierung bestätigt |
| Volumen aus denselben Klicks | Höher | Niedriger, da nicht jeder bestätigt |
| Payout pro Lead | Niedriger | Höher |
| Kontaktdaten | Unbestätigt | Verifiziert und erreichbar |
| Betrugsanfälligkeit | Höher | Geringer, aber nicht null |
| Zeit vom Klick zum Event | Sekunden bis Minuten | Minuten bis Tage |
| Daten für die Optimierung | Schnell, viele Events | Langsamer, weniger Events |
Jeder DOI war zuvor ein SOI – das DOI-Volumen ist also immer eine Teilmenge des SOI-Volumens. Der Werbetreibende zahlt pro DOI mehr, weil ein großer Teil des Risikos bereits herausgefiltert ist: vertippte, gefälschte oder nicht erreichbare Kontakte.
Wie SOI und DOI gezählt und per Postback übermittelt werden
Behandeln Sie SOI und DOI als zwei getrennte Conversion-Events, die auf denselben Klick verweisen. Bei SOI/DOI-Angeboten sieht ein sauberes Setup so aus:
- Ihr Tracker erzeugt eine Klick-ID und übergibt sie an die Angebots-URL.
- Der Werbetreibende speichert die Klick-ID zur neuen Registrierung und sendet einen SOI-Postback mit dieser ID.
- Bestätigt der Nutzer, folgt ein zweiter Postback mit derselben Klick-ID und einem anderen Event-Namen.
- Jeder Postback enthält eine eigene Transaktions-ID, damit wiederholte Aufrufe nicht doppelt zählen.
Zwei Details sorgen oft für Streit im Reporting. Erstens kann der DOI-Postback Stunden oder Tage nach dem Klick eintreffen: Bewerten Sie Quellen deshalb nach Klickdatum und erst nach Ablauf des Bestätigungsfensters. Zweitens gehören personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen nicht in den Postback – für die Zuordnung genügt die Klick-ID. Parameter, Makros und Tests erklärt unser Leitfaden zu Postback-URL und S2S-Tracking.
Was bringt mehr? EPC statt Payout vergleichen
Ein höherer DOI-Payout bedeutet nicht automatisch mehr Umsatz. Vergleichen Sie Angebote über den EPC (Earnings per Click), der Payout und Conversion Rate zusammenführt:
- EPC eines SOI-Angebots = CR (Klick → SOI) × Freigabequote × SOI-Payout
- EPC eines DOI-Angebots = CR (Klick → SOI) × Bestätigungsquote × Freigabequote × DOI-Payout
Beispielrechnung (fiktive Zahlen, keine Marktpreise): 1.000 Klicks ergeben 40 SOI-Registrierungen, also eine CR von 4 %. Davon bestätigen 16 Nutzer – eine Bestätigungsquote von 40 %. Alle Leads werden freigegeben.
- SOI-Angebot mit 1,50 € pro Lead: 40 × 1,50 € = 60 €, EPC 0,060 €
- DOI-Angebot mit 4,00 € pro Lead: 16 × 4,00 € = 64 €, EPC 0,064 €
Bei gleicher Freigabequote liegt der Break-even bei der Bestätigungsquote, ab der beide Angebote gleich viel einbringen: SOI-Payout ÷ DOI-Payout, hier 1,50 € ÷ 4,00 € = 37,5 %. Bestätigen 30 % Ihrer Nutzer, verdienen Sie mit SOI mehr pro Klick, bei 50 % mit DOI. Alle Formeln finden Sie in unserem Überblick zu Cost per Lead, EPC und Conversion Rate.
Lead-Qualität und Betrug: Warum SOI mehr Kontrolle braucht
SOI-Zahlen lassen sich leichter aufblähen, denn es genügt ein abgeschicktes Formular. Werbetreibende validieren SOI-Leads deshalb strenger, und beide Seiten sollten pro Quelle und Sub-ID auf dieselben Signale achten:
- eine sinkende Bestätigungsquote – eines der frühesten Qualitätssignale
- Häufungen von Wegwerf-, ungültigen oder fast identischen E-Mail-Adressen
- Registrierungen wenige Sekunden nach dem Klick oder Spitzen zu ungewöhnlichen Uhrzeiten
- wiederkehrende IP-Bereiche oder Geräte, abweichende GEOs bei Klick und Registrierung
- bestätigte Konten, die sich nie wieder einloggen, ihr Profil nicht vervollständigen und keine Nachricht schreiben
DOI filtert vieles davon heraus, aber nicht alles – die Aktivität nach der Bestätigung bleibt ein wichtiger Prüfpunkt. Dating-Angebote richten sich ausschließlich an Erwachsene (18+): Das Targeting muss Minderjährige ausschließen, und Registrierungen, die die Altersvorgabe nicht erfüllen, werden abgelehnt. Erkennungsmethoden und eine faire Klärung von Streitfällen beschreibt unser Beitrag zu Klickbetrug und Ad Fraud.
Welches Modell passt: Sicht von Werbetreibenden und Publishern
Für Werbetreibende und Media Buyer
- SOI einkaufen, wenn Onboarding und Bestätigungsstrecke gut funktionieren, Sie Leads selbst validieren und viele Datenpunkte für eine schnelle Optimierung brauchen.
- DOI einkaufen, wenn Sie neue oder unbekannte Quellen testen, nur für erreichbare Nutzer zahlen möchten oder Ihr Funnel vor allem mit bestätigten Konten Umsatz macht.
- Beides kombinieren: auf DOI vergüten, SOI aber als unvergütetes Event per Postback mitschicken lassen. So erkennen Sie schwache Quellen, bevor die Bestätigungen vorliegen.
Für Publisher und Affiliates
- SOI eignet sich für breiteren oder kälteren Traffic und für neue Quellen, die Sie schnell testen wollen – sofern die Leads die Validierung bestehen.
- DOI eignet sich für Traffic mit klarer Nutzerabsicht, etwa von Vergleichsseiten, Content-Projekten oder E-Mail-Listen mit Einwilligung. Sie verdienen mehr pro Event, tragen aber das Bestätigungsrisiko und warten länger auf Daten.
- Nach dem eigenen EPC entscheiden: Bietet ein Werbetreibender beides an, testen Sie beide Varianten mit ausreichend Volumen.
Double Opt-in, DSGVO und UWG: der Nachweis der Einwilligung
Im deutschen E-Mail-Marketing ist das Double-Opt-in-Verfahren der etablierte Weg, eine Einwilligung nachweisbar zu machen. Das Prinzip:
- Der Nutzer trägt seine E-Mail-Adresse ein und stimmt einem klar formulierten Einwilligungstext zu.
- Er erhält eine Bestätigungs-E-Mail mit Link, die selbst keine Werbung enthalten sollte.
- Erst mit dem Klick auf den Link gilt die Anmeldung als bestätigt.
- Anmeldung, Bestätigung, verwendeter Einwilligungstext und Zeitpunkte werden protokolliert.
Die DSGVO schreibt kein bestimmtes Verfahren vor. Sie verlangt eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, häufig die Einwilligung. Beruht die Verarbeitung auf einer Einwilligung, muss der Verantwortliche nach Art. 7 DSGVO nachweisen können, dass sie vorliegt. Für Werbe-E-Mails verlangt außerdem das UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Für das Dating-Geschäft heißt das: Ein bestätigtes Konto ist nicht automatisch eine Einwilligung in Werbe-E-Mails, und Leads dürfen ohne Rechtsgrundlage und Transparenz gegenüber dem Nutzer nicht an Partner weitergegeben werden. Mehr dazu in unserem Leitfaden zur DSGVO-konformen Leadgenerierung im Dating. Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
FAQ
Was ist Double Opt-in?
Ein zweistufiges Anmeldeverfahren: Der Nutzer gibt seine Daten ein und bestätigt die Anmeldung anschließend, meist per Link in einer E-Mail. Im Dating-Marketing heißt ein so bestätigter Lead DOI-Lead; er ist seltener als ein SOI-Lead, aber verifiziert.
Ist Double Opt-in nach DSGVO Pflicht?
Die DSGVO schreibt kein konkretes Verfahren vor. Sie verlangt eine Rechtsgrundlage und, wenn Sie sich auf eine Einwilligung stützen, deren Nachweis. In Deutschland ist das DOI-Verfahren der gängige Weg, diesen Nachweis im E-Mail-Marketing zu führen.
Warum wird DOI höher vergütet als SOI?
Weil ein Teil des Risikos bereits herausgefiltert ist: Nur wer Zugriff auf eine funktionierende E-Mail-Adresse hat und einen zusätzlichen Schritt geht, bestätigt. Für den Werbetreibenden ist ein DOI deshalb mehr wert als eine unbestätigte Registrierung.
Fazit
SOI liefert Volumen und schnelles Feedback, DOI liefert verifizierte Nutzer und weniger Diskussionen über die Lead-Qualität. Welche Variante besser ist, hängt von Ihrer Bestätigungsquote ab und davon, wie viel Validierungsrisiko jede Seite tragen will. Wenn Sie SOI- oder DOI-Traffic über direkte Partnerschaften einkaufen möchten, sprechen Sie mit Leadpartner.
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